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Hannover City 2020 - das Innenstadtkonzept

Vor drei Jahren wurde in Hannover ein Planungsprozess zur Innenstadtentwicklung angestoßen, der heute unter dem Schlagwort Hannover City 2020 vielen interessierten Hannoveranern ein Begriff ist und auch außerhalb der Grenzen der Stadt für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Das liegt auch daran, dass versucht wurde über öffentliche Foren einen Dialog zu initiieren und die Bürger der Stadt in den Prozess einzubinden. In vier Auftaktveranstaltungen wurde im Herbst 2008 eine Bestandsaufnahme gemacht, bevor 2009 Schwerpunkte und Profile für das zukünftige Konzept diskutiert wurden. Bis zum Sommer 2010 waren Planungsbüros in einem zweistufigen Wettbewerb dazu aufgerufen, überzeugende Ideen für bestimmte Stadträume vorzuschlagen. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs wurden wiederum in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und unter anderem im Rathaus und in der Architekturfakultät der Universität ausgestellt. Mit dem zehnten öffentlichen Forum findet nun der Prozess Hannover City 2020 morgen Abend seinen vorläufigen Abschluss. Dabei wird die Verwaltung vorstellen, wie sie die Ergebnisse der Diskussionen und der Wettbewerbsgebiete zu einem einheitlichen Innenstadtkonzept zusammen gefasst hat. 

Ein erster Teil des neuen Konzeptes könnte dabei schon sehr schnell umgesetzt werden. Zwei Millionen Euro an Fördergeldern der EU, die ursprünglich für den Umbau des Ihmezentrums vorgesehen waren, sollen wegen des dortigen Stillstands stattdessen für den Rückbau des Otto-Brenner-Kreisels zu einer Kreuzung verwendet werden. Dieser Umbau ist Teil einer Planung den gesamten Bereich zwischen Klagesmarkt und Nikolaikapelle neu zu fassen und die Straßenräume zu verkleinern. Außerdem ist eine Bebauung des heutigen Parkplatzes im Südosten des Klagesmarktes vorgesehen.
Weitere Schwerpunkte für Hannover City 2020 sind die Neugestaltung des Leineufers in der Altstadt, ein Umbau des Marstalls und eine neue Ordnung des Köbelinger Marks mit der Anbindung des Neuen Rathauses.
Auch wenn wichtige Bereiche der Innenstadt neu gedacht werden, vollständig ist das damit Konzept nicht. So wurden problematische Bereiche wie die nördliche Bahnhofsseite mit ZOB, Raschplatz, Pavillon und Weiße-Kreuz Platz oder der Hauptgüterbahnhof nicht in den Prozess aufgenommen. Auch die intensive Diskussion um die Stadtbahnline D und den letzten fehlenden Innenstadttunnel wird isoliert geführt. Es bleibt also abzuarten, ob es gelingt, die Ideen aus Hannover City 2020 umzusetzen und die im aktuellen Prozess nicht eingebundenen Innenstadtbereiche und Probleme zu integrieren.

Die Veranstaltung findet wie alle vorhergehenden Foren wieder im Auditorium des Sprengelmuseums statt. Beginn ist 19 Uhr und der Eintritt ist frei.

 

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